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Altersarmut in Rinteln

Wir starten das Projekt "Altersarmut in Rinteln". Die Hintergrundplanungen laufen bereits auf Hochtouren.

Was ist dieses Projekt und was soll es bewirken ?

In Rinteln gibt es bereits die "Silversterinitiative", die hervoragende Arbeit leistet. Nun fragt man sich, was braucht man 2 Anlaufstellen. Das ist ganz einfach beantwortet. Wir arbeiten da etwas anders als die Silvesterinitiative. Es soll auf vielen Wegen Geld rein kommen, um somit die Menschen zu unterstützen. Es gibt Menschen die am Rande der Gesellschaftschaft- am Rande der Existenz leben - Menschen die in die Speichen der Altersarmut gefallen sind. Sie haben unser schönes Land aufgebaut und wurden von Mitmenschen und Regierungen vergessen und benachteiligt. Unser Focus richtet sich an alte, einsam lebende Menschen aus der Region Rinteln. Viele werden jetzt sagen, sollen die doch zur Tafel gehen, oder im DRK Laden oder bei Brauchbar einkaufen. Vielen ist es aber unangenehm dort hinzugehen, aus Angst das man sie erkennen könnte, oder auch wegen anderen Beweggründen. Manches kann man verstehen, manches aber auch nicht.

Wir werden viele Projekte starten, um den älteren Menschen wenigstens ein bischen helfen zu können. Das ganze Unterfangen soll notariell überwacht werden, und bei Anfragen geprüft und Gutschein ausgehändigt werden. Diese Gutscheine für wichtigen Hausrat, Bekleidung und einiges anderes, können dann in den dafür vorgesehenen Geschäften eingelöst werden.

Für unsere ganzen Vorhaben suchen wir natürlich Menschen, die uns unterstützen möchten. Hierzu zählen:

  • Grafiker für das Buchcover
  • Lektor für das Buch
  • Verlag
  • Buchhandel und mehr
  • Firmen die sich mit Spenden beteiligen möchten
  • Notar für die Überwachung des Projektes
  • und viele helfende Hände mehr.

Nun aber erst einmal zu unseren geplanten Projekten

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Projekt 1: Buchprojekt

Lele Frank eine Autorin aus der Nähe von Kiel hat uns ohne einen Cent Autorenhonorar ein Buch geschrieben, das Sie uns vollständig zur Verfügung stellt. Alle Reinerlöse aus dem Verkauf des Buches sollen in die Altersarmut fliessen. Dieses Buch wird dieses Jahr gedruckt und geht dann in den Verkauf. Es ist ein Buch aus 52 alltäglichen Geschichten, die jeden Treffen können, aber mit einem satirischem Hintergrund. Andere nehmen die Politiker auf´s Korn, hier ist das anders, denn in diesem Buch werden Alexxa, Adel und einige andere Dinge auf´s Korn genommen.

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Projekt 2: Veranstaltungen

In Rinteln soll die ein oder andere Veranstaltung gestartet werden, wo die Standgebühren und die 25% Einnahmen diesem Projekt gespendet werden. Um welche Veranstaltungen es sich handeln wird, erfahrt Ihr demnächst.

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Projekt 3: Spenden

Wir werden 2019 anfangen Spenden zu sammeln, und diese dann dem Spendenkonto gutschreiben. Natürlich wird für diesen Zweck auch ein Konto eingerichtet werden, was von einem Notar überwacht werden soll.

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Projekt 4: 1.Weihnachtstag bei Tannebaum, Essen und Bescherung

2019 werden wir zum ersten mal einladen. Es dürfen sich mehrere allein stehende Menschen, in der Altersarmut freuen, bei einem leckeren Weihnachtsessen, Tannenbaum, Weihnachtsmusik, Bescherung und vielem mehr in geselliger Runde zu sein, um ihre Sorgen des Alltages einmal für wenige Stunden zu vergessen und einfach nur Mensch zu sein. Hierbei werden wir natürlich die Hilfe von Pflegediensten mit in Anspruch nehmen, um diese Menschen zu ermitteln. Die Pflegedienste sehen am Besten wer und wer sich nicht in der Altersarmut befindet. Es wird ein Minibus organisiert werden, der diese geladenen Gäste zu einer Gaststätte fahren wird (natürlich auch zurück). Ein kleines aber feines Rahmenprogramm wird natürlich auch mit dabei sein.

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ALTERSARMUT . . . Schaut nicht weg, denn es kann Jeden betreffen, sogar Dich !

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Hier ein Auszug aus dem bald erscheinenden Buch.

Das Buch: Lucilla von Lustenburg – ihre Freunde nennen sie Luzi – ist, seid ihrer unvorhergesehenen Entlassung bei Schlecker, irgendwie aus der modernen Gesellschaft gerutscht. Imperfekte Menschen - so ganz ohne Glanz und Glimmer werden, in dieser silikonverseuchten Bit- und Byte-Gesellschaft, einfach nicht wahrgenommen. Aus ihnen - diesen naturbelassenen Kreaturen, wird niemals eine Bachelorette und auch keine ü50 Schönheitskönigin. Menschen wie Lucilla laufen unter dem Radar. Lucilla ist gesellschaftlich unsichtbar. Sie hat Anschluss und Verständnis für diese neue Welt, um sie herum und dort draußen, nahezu komplett verloren. Und die Welt hat Lucilla aus den Augen verloren. Wäre in ihrem Nachnamen nicht ein Hauch von Exotik untergebracht, man nähme ihre Existenz nicht mehr zur Kenntnis. Dieses „von“, hatte sie ihrer lieben Frau Mutter zu verdanken. Gezielt, ja regelrecht erbeutet, hatte diese entschlossene Frau, damals, den heruntergekommenen und verarmten, deutlich älteren Maximilian von Lustenau, quasi im Sturm erlegt. Ohne Zeitverlust ließ sie sich von ihm schwängern und Punktum heiraten, nur um des klangvollen Namens willen. Dass die Mäuse mit der weißen Fahne und verheulten Augen aus der Vorratskammer flüchteten, störte Lucillas Mutter nicht im Geringsten. Sie war nun eine „von.“ Damit ließ sich die Armut deutlich besser ertragen als noch vor der spartanischen Hochzeit. Als der deutlich ältere Ehemann dann diese Welt unverhofft und vorzeitig verließ, und Lucillas Mutter nun alleinerziehend zurückblieb, verschmähte sie jedes noch so verführerische Angebot, nur um des guten Namens willen. Reich wurde sie nicht, aber stolz. Ein Superlativ, das zu übertragen auf ihre Tochter Lucilla, ihr offensichtlich gut gelungen ist. Lucilla ist bis heute unverheiratet. Aber nicht – wie Sie vielleicht jetzt voreilig vermuten des Namens wegen, sondern aus Mangel an Gelegenheit. Zum lieben war einfach keine Zeit. Ihr Leben war dem undankbaren Firmeninhaber voll und ganz gewidmet. Dafür durfte sie sich – für wenig monatlichen Salier, dann klangvoll als Marktleiterin bezeichnen. Alles was sie tut geschieht mit voller Hingabe. Lucilla ist eine Perfektionistin wie sie im Buche steht. Eine Eigenschaft die dazu in der Lage ist, jeden noch so stabilen Keim von Beziehung, im Nullkommanix in die ewigen Jagdgründe zu befördern. Lucilla ist eine Spießerin und sie ist eine Idiotin, weil sie ständig meckert und mault. Sie ist eine Zicke, aber sie ist kultiviert. Zum Unverständnis ihres sozialen- mikrokosmisch kleinen Umfeldes, hört Lucilla bevorzugt auch noch leidenschaftlich gerne deutsche Schlager. Damit ist sie dann endgültig raus aus der Umlaufbahn. Gott sei Dank ist sie ein bisschen schwerhörig, und erfährt deshalb wenig bis nichts, vom schmähenden Geläster ihrer ziemlich besten Freundinnen. Hier und da brilliert Lucilla mit einem Häppchen Begriffsstutzigkeit, was schon für den einen- oder anderen Lacher gesorgt hat. Aber Vorsicht: wer voreilig annimmt Lucilla sei dümmlich, der wird Augen machen über ihren Scharfsinn. Den vorurteiligen Betrachter überrascht Lucilla unverhofft, denn sie ist lebensklug, sogar empathisch und mit einem hervorragend geschärften Instinkt ausgestattet. Sozusagen als Ausgleich für fehlenden Glanz und Glimmer. Ihre verkannte Sensibilität- ihr Spürsinn für Details, ermöglichen ihr Blicke in Tiefen, die den strahlenden, ziemlich besten Freundinnen, meistens entgehen. Und Lucilla hat nun einen unerwarteten Entschluss gefasst. Sie hat genug geschwiegen und sich geduckt. Jetzt kennt ihre Empörung- ihr Redefluss keinen Halt mehr. Jetzt zieht sie in die Welt, um ihren Frust- ihre Empörung und ihre Geschichten von der Leine zu lassen. Es ist genug der hochmodernen, zurechtgeschneiderten, neu kreierten Menschen; es ist genug der absurden technischen Finessen und es ist genug der verkrüppelten deutschen Sprache, die man ohne Linguistik-Studium ohnehin nicht mehr verstehen kann, es sei denn man ist unter Zwanzig. Alles darüber riecht schon nach Erde, hat sie das Gefühl. Frühe Senioren gibt es wie Sand am Meer. Lucilla kann dieses allgegenwärtige „Denglish“ schon längst nicht mehr hören. In der Kosmetikabteilung des Discounters ist sie seit Jahren schon völlig aufgeschmissen. Tagescreme und Nachtcreme sind Begriffe geworden, die eine Verbraucherin sofort als ungebildet abstempeln. Man kauft – ist man der englischen Sprache nicht mächtig – nur noch zu Zeiten ein, in denen die Verkaufsräume nahezu leer sind, nur um in seiner Hilflosigkeit nicht entdeckt zu werden; so groß ist die Scham. Lucilla zieht nun in den Krieg gegen alles und jeden, sogar sich selbst. Ihr reicht es jetzt; sie will reden. Laut reden; ihre Meinung sagen und Mut haben zum altmodisch sein. Sie will ihre Botschaften wie Konfetti unter Gleichgesinnte verteilen. Und niemand anderer hat sie aus ihrer Deckung herausgelockt, als diese allgegenwärtige, penetrante, unerwünschte, völlig überflüssige, aufdringliche unselige und dämliche Alexa, die das längst volle Fass zum Überlaufen brachte. Alexa, dieses neumodische, absurde Haus-Monster. Wer sie erfunden hat gehört hinter stabile, einbruchsichere Gitter. Sofort!